AGRIESTRATEGIA
verwendet die strategisch-empirische Methode. Dabei werden empirische Daten immer in ihr
strategisches Umfeld gestellt, da nur auf diese Weise, das Zusammenspiel
zwischen den Akteuren untereinander und mit ihrem Umfelde verstanden und
abgeschätzt werden kann.
Der
Ausgang politischer Prozesse ist somit durch seine Vergangenheit ebenso
bestimmt, wie durch die Reaktion der derzeitigen „Mitspieler“. Die empirischen Daten bestimmen zwar den Ausgangspunkt der laufenden
Entwicklungen nicht aber ihr vorläufiges Ergebnis.
Die
Aktionen und Entscheidungen der Akteure sind aber auch an das vorhandene Umfeld gebunden, weil dieses den Ausgangspunkt der
weiteren Entwicklungen enthält.
Die
Entscheidungen der Akteure unterliegen verschiedenen technischen und
rechtlichen Umständen, die ihren
Aktionsspielraum definieren und sie streben Ziele und Absichten an, die von
ihnen ausgewählt werden.
Dabei
treten sie in Aktionen ein, die sowohl ihr Verhältnis zum Umfeld wie zu anderen
Akteuren betreffen.
Mit
dieser Methode hat AGRIESTRATEGIA 2007 bereits vorhergesagt, dass die
DOHA-Welthandelsrunde 2008 nicht abgeschlossen wird.
Die
empirischen Daten zeigen seit der Uruguay Runde keine erfolgreiche
Welthandelsrunde, wobei aber das Wachstum des Welthandels und der
Weltwirtschaft ein sehr hohes war.
Seit
der Gründung der WTO 1992 sind nun fast alle UN-Mitglieder auch Mitglieder der
WTO.
Die
Verhandlungsregeln sind aber noch immer die gleichen wie im GATT: Einstimmigkeit, Gesamtpaket und
Universalität.
Wichtige
Mitspieler wie die USA und die EU durchlaufen politische Veränderungen (Neuer
demokratischer US Präsident Obama, neue EU-Kommission 2009),
Die
Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien verwenden ihre Kritik der Agrarpolitik der
Industriestaaten dazu, den Außenschutz ihrer Industrie aufrechtzuerhalten.
Die
derzeitige Situation ist „Pareto-optimal“, jeder der Mitspieler wird wegen
eines möglichen geringen Vorteils willen nicht größere Nachteile in Kauf
nehmen, die bei einer Veränderung des
Status-quo befürchtet werden.
Sowohl
die USA wie die EU werden ihre Landwirtschaften weiter subventionieren, solange
sie dazu das Geld haben. Sollte dieses
für andere Zwecke benötigt werden, werden die Zahlungen an die Landwirtschaft
eingeschränkt werden.